Lehramtstudium und Vorbereitungsdienst (Referendariat)

Voraussetzungen

Voraussetzung für den Zugang zum regulären Vorbereitungsdienst ist die Lehramtszugangsverordnung (Verordnung über den Zugang zum nordrhein-westfälischen Vorbereitungsdienst für Lehrämter an Schulen und Voraussetzungen bundesweiter Mobilität (Lehramtszugangsverordnung - LZV), 2016).

In dieser Verordnung ist festgeschrieben, welche Fächerkombinationen und weiteren Leistungen in welchem Umfang (Leistungspunkte) im Studium belegt werden müssen, um einen Zugang zum Studienreferendariat zu erhalten. Dem gleichgestellt ist die alte „Erste Staatsprüfung“ oder eine vom Ministerium ausgestellte Anerkennung.

Bewerbung

Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann sich bei einer der fünf Bezirksregierungen um die Einstellung in den Vorbereitungsdienst für ein Lehramt bewerben (Seminareinweisungsverfahren Online (www.sevon.nrw.de)). Dort findet sich auch eine FAQ mit den wichtigsten Fragen zum Einstellungsverfahren.

Die Zuweisung zu einer Ausbildungsschule erfolgt durch die Leitung der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL). Schulen können zwar einen Wunsch äußern, dieser muss durch das ZfsL aber nicht berücksichtigt werden.

Ausbildung

Unterricht

Nach dem Studium treten Referendarinnen und Referendare in den 18 monatigen Vorbereitungsdienst ein. Dies geschieht am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) Dortmund zum 1.5. jeden Jahres, am ZfsL Hagen zum 1.11.

Während dieser Zeit nehmen die Referendarinnen und Referendare am Unterricht unter Anleitung teil und übernehmen eigenständig Unterricht im so genannten bedarfsdeckenden Unterricht (BDU).

Schulgruppe

In der Regeln einmal in der Woche treffen sich alle Referendarinnen und Referendare sowie Seiteneinsteiger zusammen mit der Ausbildungsbeauftragten in der Schulgruppe. Diese Doppelstunde dient zum einen dem Austausch über aktuelle Vorkommnisse und der Besprechung organisatorischer Aspekte. Zum anderen werden die Handlungsfelder des Kerncurriculums des ZfsL aufgegriffen und die Themenbereich spezifisch auf das Robert-Bosch-Berufkolleg bezogen behandelt.

Didaktisch-methodische Einführung

Um dem eigenen Anspruch eines qualitativ hochwertigen Unterrichts gerecht zu werden, achtet das RBBK darauf, dass die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, zusätzlich zu den Seminarinhalten des ZfsL, eine didaktisch-methodische Einführung erhalten. Diese ist schulspezifisch in enger Abstimmung mit der Schulleitung und der/dem Ausbildungsbeauftragten gestaltet. Es werden aufeinander aufbauende Module angeboten, die sich thematisch mit den verschiedenen Facetten von didaktischer-methodischer Unterrichtsentwicklung beschäftigen.

Themenschwerpunkte sind unter anderem:

  • die speziellen Anforderungen eines Berufskollegs,
  • die Auseinandersetzung mit Unterricht bzw. „gutem“ Unterricht,
  • die Planung von (handlungsorientiertem) Unterricht,
  • das Erteilen von schriftlichen und mündlichen Arbeitsaufträgen,
  • der Einsatz von kooperativen Lernformen,
  • der antizipative und reaktive Umgang mit Unterrichtsstörungen,
  • die Einbindung individueller Förderung in den Unterricht,
  • das Bewerten von Leistungen insbesondere im handlungsorientierten und kooperativ gestalteten Unterricht.

Dabei wird in höchstem Maße praxisorientiert gearbeitet, indem die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst kleinschrittig neu Erlerntes im eigenen Unterricht anwenden, im Seminar reflektieren, selbstständig überarbeiten und erneut anwenden. Die Module können flexibel ergänzt werden, um sowohl den Ansprüchen der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst als auch denen der Schule jederzeit gerecht werden zu können.

     

    Frau Stefanie Mißling

    Ausbildungsbeauftragte

    Wege in den Lehrerberuf