Eine Woche lang gemeinsam leben, lernen und lachen – diese besondere Erfahrung machten vom 9. bis 14. November 15 Schülerinnen und Schüler des Robert-Bosch-Berufskollegs und 15 Schülerinnen und Schüler der ZSM (Zespól Szkól im. prof. Janusza Groszkowskiego, Name der Schule) aus dem polnischen Mielec. Schauplatz der Begegnung war das Jugendbildungszentrum Blossin in Brandenburg.
Für das Treffen nahmen beide Gruppen einen weiten Weg auf sich und legten zusammen rund 1.200 Kilometer zurück – 500 Kilometer aus Dortmund und 700 Kilometer aus Mielec. Vom Robert-Bosch-Berufskolleg beteiligten sich 15 Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule 2, die in diesem Jahr ihren mittleren Schulabschluss und neue berufliche Perspektiven anstreben. Ihre vielfältigen kulturellen Hintergründe, unter anderem aus der Ukraine, Syrien, Albanien, dem Irak, Afghanistan, Togo, Spanien und der Türkei, bereicherten die internationale Begegnung in besonderer Weise.
Damit das Miteinander bestmöglich gelingen konnte, entwickelten beide Schulen gemeinsam mit dem Jugendbildungszentrum Blossin ein abwechslungsreiches Programm, initiiert durch StR’in Weronika Schieffers, Lehrkraft am RBBK. Die Woche bot eine Mischung aus erlebnispädagogischen Aktionen wie Ultimate Frisbee, Klettern oder gruppenstärkenden Spielen, aus sprachlichen Übungen zur besseren Verständigung sowie aus technischen Workshops zu Robotik und Virtual Reality. Auch ein Besuch im Technikmuseum Berlin gehörte dazu. Ergänzt wurde all dies durch das tägliche gemeinsame Leben vor Ort, das die Jugendlichen noch enger zusammenbrachte. Unterstützt wurden alle Aktivitäten durch zwei Sprachmittlerinnen und Sprachmittler, die während der gesamten Woche sowohl auf Deutsch als auch auf Polnisch begleiteten.
Ein besonderes Highlight stellte der gemeinsame Ausflug nach Berlin dar. Vom Hauptbahnhof führte der Weg vorbei am Bundeskanzleramt und Bundestag, entlang letzter Mauerreste und über das Brandenburger Tor bis zur Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas und weiter zum Potsdamer Platz. Viele Fotos und Videos hielten diese Eindrücke fest, und einige Teilnehmende konnten sich sogar über eine exklusive Führung im berühmten Hotel Adlon freuen. Im Technikmuseum beeindruckte vor allem der historische „Rosinenbomber“, ehe der Tag am Alexanderplatz ausklang, wo die Schülerinnen und Schüler eigene Ziele erkunden konnten.
Das Fazit dieser Begegnungswoche fällt eindeutig aus: Der vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk unterstützte Austausch war, wie die abschließende Auswertung zeigt, ein großer Erfolg. Die positiven Erfahrungen wecken bereits jetzt die Vorfreude auf eine mögliche Fortsetzung dieses bereichernden Projekts.





