Im Rahmen des Erasmus+ Programms reisten im September auch in diesem Jahr wieder acht angehende Elektroniker*innen des dritten Ausbildungsjahres nach Bodø in Norwegen. Wie schon in den vergangenen Jahren bot der Aufenthalt den Auszubildenden die Möglichkeit, zwei Wochen in norwegischen Betrieben praktische Erfahrungen zu sammeln, ihre fachlichen Kompetenzen zu erweitern und zugleich einen Einblick in eine andere Arbeits- und Lebenswelt zu erhalten.
Sie arbeiteten dort in verschiedenen Elektrobetrieben und übernahmen eher klassische Aufgaben der Elektroinstallation, wie etwa das Verlegen von Leitungen, das Verdrahten von Steckdosen oder den Einbau von Lampen. In diesem Jahr gehörten dazu zum Beispiel die Installation in einem Bürogebäude, die Erneuerung der Elektroinstallation in einer Küche sowie Tätigkeiten in mehreren Hallen und Privathäusern. Darüber hinaus wurde eine elektrische Fußbodenheizung verlegt, und einer der Auszubildenden erhielt sogar die Gelegenheit, einen Tag lang auf einem Schiff zu arbeiten.
Begleitet wurde die Gruppe von den Lehrkräften Inge Haltermann (OStR), Boris Klabunde (StR) und Stefan Keggenhoff (StR) sowie Matthias Schmidt, Ausbilder bei Ritter Starkstromtechnik GmbH & Co. KG. Gemeinsam mit den Auszubildenden bildeten sie ein Team, das nicht nur die Arbeit in den Betrieben erfolgreich meisterte, sondern auch die kulturelle Seite des Aufenthalts intensiv erlebte.
Schon der erste Abend in Bodø hielt ein unvergessliches Naturereignis bereit: Bei klarem Himmel konnten die Teilnehmenden die farbenprächtigen Polarlichter bestaunen. In den folgenden Tagen ergänzten zahlreiche Unternehmungen den betrieblichen Alltag und sorgten dafür, dass die zwei Wochen zu einer Erfahrung wurden, die Arbeit, Kultur und Abenteuer miteinander verbinden ließ. Ein gemeinsames Burgeressen bot Gelegenheit zum Austausch, ein Sprung ins Meer bei lediglich 12°C Wassertemperatur stellte eine besondere Herausforderung dar, und der Besuch des Saltstraumen, des stärksten Gezeitenstroms der Welt, beeindruckte alle. Auch der alte Handelsposten Kjerringøy vermittelte anschaulich einen Eindruck vom historischen Leben in Nordnorwegen. Sportlich ging es bei der Besteigung des Hausbergs Keiservarden weiter, bevor ein Stadionbesuch beim Tabellenführer der norwegischen Fußballliga, Bodø/Glimt, das Rahmenprogramm abrundete.
Am letzten Tag präsentierten die Auszubildenden ihre Erfahrungen und Erlebnisse vor norwegischen Schüler*innen an der Bodø videregående skole. Diese Begegnung bot eine wertvolle Gelegenheit, interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln und den internationalen Austausch zu vertiefen.
Damit endeten zwei abwechslungsreiche und intensive Wochen, in denen die angehenden Elektroniker*innen nicht nur fachlich profitierten, sondern auch persönlich wuchsen. Die Kombination aus praxisnaher Arbeit, gemeinschaftlichen Unternehmungen und kulturellen Eindrücken machte den Aufenthalt zu einer Erfahrung, die sicher noch lange nachwirken wird, genau das ist das Ziel des Erasmus+-Austausches.









